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Road Trip USA 2022

Von Aspen bis zum Nordpol an einem Tag

Die Rocky Mountains in Colorado

Wir starten von Parachute in Richtung Aspen, wo ich uns schon ein Frühstückslokation rausgesucht habe. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden und von Norden kommend, fährt man direkt am Flugplatz von Aspen vorbei. Hier wird direkt deutlich, dass die an den Vorurteilen wohl schon etwas dran sein wird, denn auf dem Flugfeld sind dutzende Privatjets aufgereiht. Wie auch immer, die Sonne scheint und wir bekommen langsam auch Hunger. Schnell stellen wir fest, dass die Innenstadt größtenteils abgesperrt ist, da Samstagsmarkt ist. Wir finden dennoch direkt vor dem Spring Cafe einen Parkplatz mit Parkuhr.

Gestärkt stürzen wir uns ins Getümmel. Der Markt ist ein Mix aus Ständen mit lokalem Obst und Gemüse, Backwaren und lokalem Kunsthandwerk. Wie so oft ist es ein total entspanntes und freundliches Miteinander und das alles im sehr schönen historischen Stadtkern.

Natürlich tummeln sich hier auch Louis Vuitton, Gucci, Prada, Dior usw. und das obwohl Aspen offiziell nur etwas mehr als 7000 Einwohner zählt.

Aspen - historisches Zentrum Das Wheeler Opernhaus in Aspen Aspen Stadtansicht

Etwas mehr zur Geschichte Aspens und der Region erfahren wir im Wheeler/Stallard Museum. Hier empfängt uns eine sehr freundliche ältere Dame und erzählt uns unter anderem, dass Aspen viel mehr Besucher im Sommer empfängt als im Winter, da z.B. das Aspen Musikfestivals hier stattfindet. Ich habe Aspen immer mit Winter und Skifahren in Verbindung gebracht, was natürlich in den umliegenden Bergen und mit den vielen Liften genauso hervorragend möglich ist.

Hotel Jerome in Aspen Aspen - kleine Wohnhäuser an der Hauptstraße Aspen Stadtansicht

Ebenso erfahren wir, das Aspen ursprünglich im 19. Jahrhundert gegründet wurde, da in der Gegend Silbervorkommen entdeckt und dann im großen Stil abgebaut wurden. Zu der Zeit wurde der gesamte umliegende Wald abgeholzt, um Unterkünfte und Stollen zu bauen. Der heutige Baumbestand ist also komplett wieder aufgeforstet worden.

Überreste des Bergbaus können wir nur wenige hundert Meter weiter im Holden/Marolt Mining & Ranching Museum und später entlang des Independence Pass (Independence Ghost Town) erkunden. Die Straße selbst schlängelt sich wunderschön, aber eng durch die umliegenden Berge. Die Luft ist toll und der Ausblick sowieso.

Am höchsten Punkt des Passes befindet man sich plötzlich auf über 12.000 Fuß Höhe, ohne es bemerkt zu haben. Das sind immerhin fast 3700 Meter. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal so hoch gewesen zu sein und schon gar nicht mit dem Auto. Das Ganze wird dann noch getoppt durch die umliegenden Berge, die fast alle über 14.000 ft (4270 m) hoch sind. Ach ja, wenn man ein paar Meter läuft merkt man dann auch sehr schnell, dass die Luft schon ziemlich dünn ist.

Bergpanorama am Independence Pass in Colorado

Mittlerweile ist es früher Nachmittag und wie bereits angemerkt, wollen wir ja noch bis zum Nordpol. Also geht es nun erst mal wieder etwas bergab. Vorbei an den Twin Lakes und dann immer weiter in Richtung Colorado Springs. Unterwegs treffen wir dann immer wieder mal auf kleine Siedlungen, die wir für einen kurzen Stopp nutzen.

Holden/Marolt Mining & Ranching Museum General Store und Gas Station an den Twin Lakes VW Bulli irgendwo im Nirgendwo

Gegen 18 Uhr sind wir dann unterhalb des ca. 4300 m hohen Pikes Peak angekommen, wo alljährlich das legendäre Bergrennen "Race to the Clouds" stattfindet. Und genau hier ist auch der Eingang zum Nordpol :-D Auch wenn wir nur kurz einen Blick von außen erhaschen können, ist es einfach so typisch amerikanisch.

Der Nordpol in Colorado

Nun sind es nur noch wenige Minuten bis zu unserer Unterkunft in West Colorado Springs. Zum Abendessen gehen wir in ein Texas Roadhouse. Für mich auch mindestens einmal ein Muss, wenn man durch die USA reist. Ja, es ist ein Kettenrestaurant, aber das gehört in den USA einfach dazu und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt fast immer.

Permanent VacationPermanent Vacation
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